Lehrplan, Stoffverteilungsplan, Wochenplanung — was Lehrplan-Integration konkret heißt
Der Lehrplan (oder Bildungsplan, Kernlehrplan, Rahmenplan — je nach Bundesland) ist das amtliche Dokument des Kultusministeriums. Er ist nach Lernbereichen und Kompetenzen gegliedert und gilt für ein ganzes Schuljahr oder mehrere Jahrgangsstufen. Der Stoffverteilungsplan ist deine schulinterne Übersetzung dieses Lehrplans auf konkrete Unterrichtswochen — welche Kompetenz in welcher Woche, mit welchem Schwerpunkt. Der Unterrichtsentwurf geht noch eine Ebene tiefer und plant die Einzelstunde.
Lehrplan-Integration heißt: das amtliche Original liegt strukturiert in der App, nicht als PDF auf der Kultusministeriums-Seite. Du siehst die echten Lernbereiche, klickst dich durch die echten Kompetenzformulierungen und ordnest sie deinen Unterrichtswochen zu. Was zugeordnet ist, zählt die App mit — pro Kompetenz und über den ganzen Plan. So entsteht aus dem Lehrplan dein Stoffverteilungsplan, ohne dass du ein einziges Mal abtippst.
Deutschlandweit existieren 16 unterschiedliche Lehrplan-Systeme: LehrplanPLUS in Bayern, Kernlehrpläne in NRW, Bildungspläne in Baden-Württemberg, Rahmenpläne in Berlin, Brandenburg und weiteren norddeutschen Ländern. Sie unterscheiden sich in Struktur, Kompetenzformulierungen und Jahrgangseinteilung. Mein Schulplan hat aktuell sieben dieser Systeme plus den Schweizer Lehrplan 21 hinterlegt — komplett, mit allen Lernbereichen und Kompetenzformulierungen im Originalwortlaut.
Digital wird der Plan, wenn er nicht mehr als PDF-Dokument neben deinem Kalender liegt, sondern darin: Verschiebst du eine Einheit, wandert die Wochenzuordnung mit. Das klingt nach einer kleinen Erleichterung — bis zum ersten Mal, wenn sich der Schuljahresstart verschiebt oder eine Klasse aus der Vertretung übernommen werden muss.
Warum den Lehrplan in der App statt im PDF-Ordner?
Lehrpläne stehen heute auf den Servern der Kultusministerien als PDF. Dazu kommen daraus abgeleitete Stoffverteilungspläne — als E-Mail-Anhang vom Fachkollegen, als Word-Dokument im Referendariats-Ordner, als Datei auf der Schulserver-Ablage, die niemand mehr öffnet. Das ist nicht Bequemlichkeit — das sind gewachsene Strukturen, die im Alltag bislang funktioniert haben.
Drei Punkte, an denen sie brechen:
Kein Wochenbezug. Ein Lehrplan als PDF sagt dir, was im Schuljahr drankommt. Aber er ist nicht verbunden mit deinem Kalender, nicht verbunden mit deinen Noten, nicht verbunden mit dem Unterrichtsmaterial. Du blätterst zwischen drei Fenstern hin und her — oder schreibst die Woche ab.
Keine Abdeckungs-Kontrolle. Im PDF kannst du nicht sehen, welche Kompetenzen du schon eingeplant hast und welche noch fehlen. Du markierst mit Textmarker oder hakst auf Papier ab — und merkst im April, dass eine ganze Kompetenz-Gruppe untergegangen ist. Mit der Zuordnung in der App zählt der Lehrplan selbst mit.
Kein Update bei Lehrplanreformen. Wenn die KMK oder ein Kultusministerium einen Lehrplan aktualisiert, hast du ein veraltetes PDF. Der neue Plan muss verglichen und manuell in deine Planung eingearbeitet werden. In Mein Schulplan spielst du die neue Version ein, die App rechnet die restlichen Wochen neu.
Das Argument „Ich kenne mich mit meinem PDF-Ordner aus" gilt. Parallel-Betrieb ist möglich: Du pflegst zunächst den Stoffplan digital, während du die anderen Teile deiner Planung noch analog führst. Viele Kolleg:innen haben so angefangen. Der Einstiegspunkt für die meisten ist genau die Lehrplan-Anbindung — weil der Aufwand dort besonders sichtbar ist und der Gewinn durch ein hinterlegtes Original besonders direkt.

Wie Mein Schulplan dich bei der Lehrplan-Integration unterstützt
Mein Schulplan hat die offiziellen Lehrpläne von sieben Bundesländern und der Schweiz hinterlegt — mit allen Lernbereichen, Kompetenzen und Originalformulierungen. Zusätzlich gibt es eine Bibliothek mit Stoffverteilungsplan-Vorlagen aus der Sharing-Community sowie die Möglichkeit, eigene Pläne anzulegen oder zu importieren.
Lehrplan auswählen. Du wählst Bundesland, Fach und Jahrgangsstufe. Die App lädt den passenden Lehrplan-Baum: Lernbereiche oben, einzelne Kompetenzen darunter — exakt wie im amtlichen Dokument. Du musst dich nicht durch ein PDF scrollen.
Kompetenzen per Klick zuordnen. In jeder Wochenplanung klickst du dir die Kompetenzen aus dem Lehrplan-Baum zusammen, die du in dieser Woche behandeln willst. Eine Kompetenz kann mehreren Wochen zugeordnet werden, eine Woche kann mehrere Kompetenzen abdecken. Kein Abtippen, kein Copy-Paste aus dem PDF — der Originalwortlaut hängt nach dem Klick an deiner Wochen-Karte.
Abdeckungs- und Häufigkeitszähler. Während du zuordnest, läuft im Hintergrund ein Zähler mit. Pro Lernbereich und für den Gesamt-Lehrplan siehst du, wie viel Prozent du bereits eingeplant hast. Pro Kompetenz siehst du, wie oft sie im Schuljahr vorkommt — einmal angerissen ist nicht gleich solide eingeübt. Lücken springen dir entgegen, lange bevor sie zum Problem werden.
Vorlagen, eigene Pläne, Duplikate. Du kannst eine Community-Vorlage einspielen, einen eigenen Plan von null aufbauen oder einen vorhandenen duplizieren und für nächstes Jahr anpassen. Die Wochen-Zuordnung orientiert sich an deinem Schuljahresbeginn und berücksichtigt die Ferienzeiten deines Bundeslandes automatisch.
Auto-Update bei Planänderungen. Änderst du mitten im Schuljahr ein Thema oder verschiebst eine Einheit, passen sich die zukünftigen Wochen automatisch an. Die vergangenen Wochen bleiben unberührt — du siehst, was war und was kommt, in derselben Ansicht.
KI-Brücke vom Lehrplan zur Stunde. Mein Schulplan plant per KI auf drei Ebenen — und auf jeder Ebene fließt der Lehrplan ein. Im Jahresplan leitet die KI Sequenzen mit Wochen-Längen aus deinen Lehrplan-Inhalten ab. Im Sequenzplan schlägt sie Stundenthemen vor und ordnet jeder Stunde die passenden Kompetenzen im Originalwortlaut zu — diesen Schritt findest du in anderen Planungs-Apps so nicht. Im Stundenentwurf liefert sie Lernziel, Phasenplan (Einstieg, Erarbeitung, Sicherung, Differenzierung), einen Material-Vorschlag und Hausaufgaben — direkt aus dem Originaltext der zugeordneten Kompetenz. Du entscheidest auf jeder Ebene, was du übernimmst. Kein Ersatz für deine pädagogische Entscheidung, aber kein leerer Bildschirm am Sonntagabend.
Die Lehrplan-Daten beziehen wir aus den offiziellen Dokumenten der Kultusministerien. Die Vorlagen-Bibliothek wird seit 2014 in Partnerschaft mit dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) entwickelt und durch Praktikerinnen und Praktiker geprüft.
So arbeitest du damit
Szenario 1 — Schuljahres-Vorbereitung. August. Das neue Schuljahr beginnt in drei Wochen. Du hast Mathe 7 in Bayern und hast letztes Jahr mit einem selbst erstellten Plan gearbeitet. Dieses Jahr öffnest du Mein Schulplan, wählst „LehrplanPLUS Bayern — Mathematik — Jahrgangsstufe 7" und spielst die Vorlage ein. Der Plan verteilt die Themen auf 35 Schulwochen inklusive deiner Ferien. Du siehst: in Woche 3 steht „Terme und Gleichungen". Das passt dir nicht als Einstieg — du verschiebst das Thema und fängst lieber mit Geometrie an. Drei Klicks, fünf Minuten. Den Rest passt du in den nächsten Wochen an, wenn du siehst, wie deine Klasse arbeitet. Du bist keine drei Stunden in die Jahresplanung versunken, du hast einen funktionierenden Ausgangsplan.
Szenario 2 — Reform mitten im Schuljahr. NRW veröffentlicht im November eine Aktualisierung des Kernlehrplans für Geschichte Sekundarstufe I. Dein bisheriger Plan basiert auf der alten Fassung. Mein Schulplan stellt die aktualisierte Version bereit. Du spielst sie als neue Vorlage ein, vergleichst sie mit deinem laufenden Plan und entscheidest, welche Teile du übernimmst. Die Wochen, die schon vorbei sind, bleiben so, wie sie waren. Die noch ausstehenden Wochen passen sich an. Du verlierst keinen Stand und musst nicht von vorne anfangen.
Szenario 3 — Klasse übernommen. Eine Kollegin geht in Elternzeit. Du übernimmst ihre Klasse Deutsch 9 ab sofort. Sie schickt dir in Mein Schulplan ihren Plan. Du importierst ihn, siehst ihren bisherigen Stand — bis Woche 14 haben sie Kafka gelesen, nächste Woche steht Bewerbungsschreiben an — und fängst dort an, wo sie aufgehört hat. Du passt den Rest des Jahres auf dein Tempo und deine Schwerpunkte an. Kein ratloses Durchforsten von Ordnern, keine „Was haben die eigentlich zuletzt gemacht?"-E-Mails.
Diese drei Szenarien haben eins gemeinsam: Du arbeitest nicht mehr gegen die Struktur. Der Plan ist kein separates Dokument, das du neben deiner Wochenplanung führst. Er ist Teil davon.
Abgrenzung — was Mein Schulplan nicht ist
Damit du weißt, was du bekommst — und was nicht:
- Kein Lehrplan-Ersatz. Die offiziellen Lehrpläne setzt das Kultusministerium. Mein Schulplan hostet Umsetzungsvorlagen, keine amtlichen Dokumente. Wenn dein Bundesland den Lehrplan reformiert, kommt die Quelle vom Kultusministerium, nicht von uns.
- Keine fertigen Unterrichtsmaterialien. Stoffverteilungspläne ja, Arbeitsblätter nein. Für fertige Unterrichtsmaterialien, Klassenarbeitsvorlagen und Lernvideos gibt es spezialisierte Anbieter wie fobizz und die Schulbuchverlage. Mein Schulplan plant die Struktur, nicht den Inhalt.
- Keine schulweite Lehrplan-Konferenz-Moderation. Fachkonferenzen, bei denen sich mehrere Lehrkräfte auf ein schulinternes Curriculum einigen, sind kein Anwendungsfall für Mein Schulplan. Wir sind ein Werkzeug für die einzelne Lehrkraft, nicht für Schulentwicklungs-Prozesse.
- Kein Free-Forever. Mein Schulplan startet bei 2,50 €/Monat (jährlich abgerechnet). Dafür gibt es keine Werbung und keinen Datenverkauf. Wer dauerhaft kostenlos arbeiten will, findet dafür andere Optionen — wir sagen das offen, damit du nicht überrascht wirst.
Mehr zu einzelnen Aspekten
Lehrplan-Integration ist ein Einstiegspunkt. Wenn du tiefer einsteigen willst, findest du in der Übersicht unten die einzelnen Bausteine: wie die KI aus einem Stoffplan-Thema einen konkreten Phasenplan macht, wie du Schülernoten ohne Medienbruch mit deiner Planung verknüpfst und wie Mein Schulplan mit dem Ferientermin-Kalender deines Bundeslandes zusammenspielt. Jede dieser Seiten ist ein eigenständiger Deep-Dive mit Beispielen und FAQ. Du musst nichts in einer bestimmten Reihenfolge lesen — fang mit dem Aspekt an, der dir heute die meiste Zeit kostet.













